Rennbericht Bornekamp Team von Dirk und Vokkar

29.8.2017

Endurothon Schierke – Medium Track 26.08.2017 oder „Kill das Trauma“

Abonnenten und aufmerksame Leser unserer Seite (also eigentlich nur wir vom BRT) werden sich evtl. noch vage an meine letzte Tortur beim Endurothon 2016 erinnern. Leichtsinning und bei sengender Hitze hatte es mir in der letzten Runde komplett den Stecker gezogen, so daß ich mich erstmal Krampf geschüttelt an den Rand legen durfte, um letztendlich die von Siggi in 2015 aufgestellten 2:06 h mit 2:23 h klar zu verfehlen. Schmerzhaftes Lehrgeld!

So rollten Volker und ich im BRT Mobil am Samstag bei top Bedingungen Richtung Harz, mit, zumindest bei mir, immer einer Portion Respekt und Demut im Hinterkopf. War ich letztes Jahr noch auf Siggis 26er als Exot unterwegs, so stimmte mich dieses Jahr mein 29er etwas optmistischer, daß etwas weniger Schläge aufgrund der harten Trails meinen Körper zermürben. Dennoch war mein Plan, die erste Runde zunächst lockerer anzugehen, um mich dann hinten raus zu steigern.

Das klappte auch ganz gut, der Rhythmus war schnell gefunden, dennoch blieb ich immer spürbar unter max. Last. Die Trails fluppten erste Sahne und machen einfach unglaublich Bock. Vermutlich von Tränen gerührt beschlug dann im langen Anstieg auf der Betonpiste meine Brille. Als ich diese ins Trikot stecken wollte, fiel Sie mir runter – Dreck. Schnell rechts ran gefahren, Bike ins Gras gefeuert, ebenso „Vorsicht“ Rufe in Richtung Verfolgerquartett. Ich hörte nur noch „Achtung“, „Achtung“, „Achtung“, „Scheiße, sorry, ey“ und schon war meine schöne Oakley ein 5er Bausatz – läuft. Also alles eingesammelt und grummelig in die Pedale getreten. Quartett vor dem Wurzeltrail eingesackt und schließlich mit 40 Min und n paar Zerdrückten die erste Runde beendet – nicht schlecht – war ich zu schnell? Die zweite Runde lief prima und hat richtig Bock gemacht. Was sagt der Körper? Alles bestens bis auf Rückenziehen – bin ja auch ein Jahr älter geworden diese Woche 😉 . Die Abfahrten im Harz laden halt nicht zum Entspannen ein. Dennoch war ich mit 42 Minuten für die 2. Runde voll im Plan und nahm etwas Tempo raus, wollte ich doch krampffrei ins Ziel kommen.

Meine Beine waren trotz 4h Schlaf noch gut, so daß ich nach Passieren der letztjährigen Schlüsselpassage das Tempo wieder steigern konnte. Kein Rennen ohne vernünftigen Zweikampf kurz vor dem Ziel. Die Attacke konnte ich durch einen beherzten Uphill-Sprint abwehren und rollte mit 2:04 (41 km, 1100 hm) ziemlich zufrieden als 7. AK durchs Ziel. Platz 4 war nur 3 Minuten entfernt.

Mit der Erfahrung werde ich nächstes Jahr etwas aggressiver ins Rennen gehen, übrigens mit Oakley Brille, die ich wieder zusammensetzen konnte und nur einen kleinen Kratzer davon getragen hat. Fazit: Einfach nur geil und nächstes Jahr wieder – aber bitte ohne Schierker Feuerstein in der Startertüte – pfui Spinne.

Dirk

29.8.2017

Endurothon Schierke – Medium Track 26.08.2017 oder „Kill das Trauma“

Abonnenten und aufmerksame Leser unserer Seite (also eigentlich nur wir vom BRT) werden sich evtl. noch vage an meine letzte Tortur beim Endurothon 2016 erinnern. Leichtsinning und bei sengender Hitze hatte es mir in der letzten Runde komplett den Stecker gezogen, so daß ich mich erstmal Krampf geschüttelt an den Rand legen durfte, um letztendlich die von Siggi in 2015 aufgestellten 2:06 h mit 2:23 h klar zu verfehlen. Schmerzhaftes Lehrgeld!

So rollten Volker und ich im BRT Mobil am Samstag bei top Bedingungen Richtung Harz, mit, zumindest bei mir, immer einer Portion Respekt und Demut im Hinterkopf. War ich letztes Jahr noch auf Siggis 26er als Exot unterwegs, so stimmte mich dieses Jahr mein 29er etwas optmistischer, daß etwas weniger Schläge aufgrund der harten Trails meinen Körper zermürben. Dennoch war mein Plan, die erste Runde zunächst lockerer anzugehen, um mich dann hinten raus zu steigern.

Das klappte auch ganz gut, der Rhythmus war schnell gefunden, dennoch blieb ich immer spürbar unter max. Last. Die Trails fluppten erste Sahne und machen einfach unglaublich Bock. Vermutlich von Tränen gerührt beschlug dann im langen Anstieg auf der Betonpiste meine Brille. Als ich diese ins Trikot stecken wollte, fiel Sie mir runter – Dreck. Schnell rechts ran gefahren, Bike ins Gras gefeuert, ebenso „Vorsicht“ Rufe in Richtung Verfolgerquartett. Ich hörte nur noch „Achtung“, „Achtung“, „Achtung“, „Scheiße, sorry, ey“ und schon war meine schöne Oakley ein 5er Bausatz – läuft. Also alles eingesammelt und grummelig in die Pedale getreten. Quartett vor dem Wurzeltrail eingesackt und schließlich mit 40 Min und n paar Zerdrückten die erste Runde beendet – nicht schlecht – war ich zu schnell? Die zweite Runde lief prima und hat richtig Bock gemacht. Was sagt der Körper? Alles bestens bis auf Rückenziehen – bin ja auch ein Jahr älter geworden diese Woche 😉 . Die Abfahrten im Harz laden halt nicht zum Entspannen ein. Dennoch war ich mit 42 Minuten für die 2. Runde voll im Plan und nahm etwas Tempo raus, wollte ich doch krampffrei ins Ziel kommen.

Meine Beine waren trotz 4h Schlaf noch gut, so daß ich nach Passieren der letztjährigen Schlüsselpassage das Tempo wieder steigern konnte. Kein Rennen ohne vernünftigen Zweikampf kurz vor dem Ziel. Die Attacke konnte ich durch einen beherzten Uphill-Sprint abwehren und rollte mit 2:04 (41 km, 1100 hm) ziemlich zufrieden als 7. AK durchs Ziel. Platz 4 war nur 3 Minuten entfernt.

Mit der Erfahrung werde ich nächstes Jahr etwas aggressiver ins Rennen gehen, übrigens mit Oakley Brille, die ich wieder zusammensetzen konnte und nur einen kleinen Kratzer davon getragen hat. Fazit: Einfach nur geil und nächstes Jahr wieder – aber bitte ohne Schierker Feuerstein in der Startertüte – pfui Spinne.

Dirk

bornecamp

29.8.2017

Summertime = Endurothontime, d.h. endlich wieder Gelegenheit sich die Kante zu geben. Am vergangenen Samstag war ich also mal wieder (zum inzwischen sechsten Mal) in Schierke, um am ebenso beliebten wie legendären Endurothon teilzunehmen. Natürlich auf dem Heavy-Track, alle anderen Strecken-Angebote sind nur Zierrat und kommen mir hier nicht in den Starterbeutel.

Nachdem die Wettervorhersage in der Woche vor dem Rennen etwas unentschlossen immer wieder Regen prognostiziert hat, kam tatsächlich sowas wie Spannung auf. Angekommen in Schierke präsentierte sich der Sommer für einen Wettkampf dieser Kategorie dann aber von seiner allerallerallerbesten Seite: Leicht bewölkt, nicht zu warm und vor allem: Trocken! Gerade der letzte Punkt ist für die berüchtigten Wurzelabfahrten nicht zu vernachlässigen.

Wie geplant ging es nach üblichen pre-Start-Gesprächen um 9:30 auf die Strecke und in die erste Runde. Da sich hier das Feld naturgemäß noch dicht auf der Pelle hockt, ist in den Rumpelpumpel-Abfahrten etwas Vorsicht und Geduld angesagt. Und weil man natürlich auch schon weiß, was noch kommt, nimmt man die Rampen bergauf noch nicht mit Vollschmackes. So konnte ich mit Olaf Flechtner von den Peiner MTB-Eulen am Hinterrad gemütlich die erste Runde drehen. In einer der bereits erwähnten Wurzelabfahrten hat er mit seinem vollgefederten Rad dann allerdings mal kurz die Bremsen auf gemacht, so dass ich, nach mehr Kontrolle über die eher vom Rad gewählte Fahrlinie lechzend, nur neidisch hinterher schauen konnte. Was danach kam war dann leider wenig erfreulich, denn ich konnte die Lücke, die sich durch diese technische Überlegenheit auftat, nicht einfach wieder zu fahren. Hmmm, da war ich in der ersten Runde wohl doch etwas über meinen Verhältnisse unterwegs gewesen und so musste ich die zweite Runde mehr oder weniger alleine unter die Räder nehmen.

Ja, die zweite Runde in Schierke: Was für ein Fest! Die Menschenansammlungen der ersten Runde haben sich aufgelöst, die Beinmuskulatur ist noch nicht völlig zerstört und der Kopf zeigt noch keine Unterzuckerungssymptome. Zusätzlich weiß man ja schon aus der ersten Runde, wie die Strecke beschaffen ist. Und diese Mischung ergibt dann ein wahres Trailfest. Herrlich, einfach wunderbar! So war dann zwar der Olaf entwischt, aber ich konnte dadurch ganz stressfrei das einmalige Harzgeläuf genießen. Bei derlei Gelegenheit bin ich dann jedesmal wieder überrascht darüber wieviel Misshandlung so ein Race-MTB hinzunehmen in der Lage ist. Im Vergleich zu echten Geländefahrrädern doch eher filigran aufgebaut, scheppert es eher unbeeindruckt von Durchschlägen von Reifen und Federung bei frontal genommenen Wackersteinen oder im Highspeed-Modus überflogenen Wurzelteppichen über und durch die Trails. Kurz zusammengefasst also: Die zweite Runde war ein Riesenspaß und wenn’s nach mir ginge würde ich in Schierke überhaupt nur noch zweite Runden fahren.

Es geht aber nich nach mir und deshalb kam dann nach der zweiten die dritte Runde. Bereits beim Verlassen des Ortes in den angrenzenden Wald munterte mich ein Streckenposten mit dem wohlmeinenden Kommentar „Gleich biste da, dann haste gewonnen!“ auf. Derart herausgefordert, was meine zu diesem Zeitpunkt des Rennens noch zur Verfügung stehende geistige Restkapazität anging, holperte ich dann in den ersten Trail. Und entweder lag es daran, dass ich durch die Verarbeitung des Gesagten abgelenkt war oder daran, dass die bereits genannten Unterzuckerungssymptome zu greifen begannen, jedenfalls war meine Linienwahl nicht mehr als ganz so souverän zu bezeichnen, wie dies der Olaf noch tat, als er das in der ersten Runde hinter mir fahrend bestens beurteilen konnte. Der Rumpelpumpel-Trail wurde dann jedenfalls genau das was ihm seinen Namen verschafft hat. Der Genuss von Runde zwei war dahin, … leider. Auch bei den Rampen stellt sich die Frage nach der Wahl des Bergaufmodus (Vollschmackes, oder doch eher gemäßigt?) nur noch hypothetisch. Zur Wahl stand hier nur noch „Hauptsache hoch, … irgendwie“. Und so kam ich dann irgendwann zum dritten Mal im Schierker Stadtpark an, um diesmal frei von jedwedem Endspurt-Stress (siehe Rennberichte der letzten Jahre) ins Ziel zu rollen. Erfreulicher Nebeneffekt: Eine Ankunft auch ohne Oberschenkelkrämpfe! Es gab also kein Mutti-Gewinsel von mir und so hat der Streckenposten doch recht behalten: Ich habe gewonnen! Zwar nicht das Rennen, aber den Kampf gegen den Krampf.

Fazit: Schierke aus dem Rennkalender zu streichen wird mir so schnell wohl nicht gelingen.

Ergebnisse:

Vokkar: 4. AK / 22. Gesamt (Heavy)
Dirk: 7. AK / 26. Gesamt (Medium)

Vokkar

29.8.2017

Summertime = Endurothontime, d.h. endlich wieder Gelegenheit sich die Kante zu geben. Am vergangenen Samstag war ich also mal wieder (zum inzwischen sechsten Mal) in Schierke, um am ebenso beliebten wie legendären Endurothon teilzunehmen. Natürlich auf dem Heavy-Track, alle anderen Strecken-Angebote sind nur Zierrat und kommen mir hier nicht in den Starterbeutel.

Nachdem die Wettervorhersage in der Woche vor dem Rennen etwas unentschlossen immer wieder Regen prognostiziert hat, kam tatsächlich sowas wie Spannung auf. Angekommen in Schierke präsentierte sich der Sommer für einen Wettkampf dieser Kategorie dann aber von seiner allerallerallerbesten Seite: Leicht bewölkt, nicht zu warm und vor allem: Trocken! Gerade der letzte Punkt ist für die berüchtigten Wurzelabfahrten nicht zu vernachlässigen.

Wie geplant ging es nach üblichen pre-Start-Gesprächen um 9:30 auf die Strecke und in die erste Runde. Da sich hier das Feld naturgemäß noch dicht auf der Pelle hockt, ist in den Rumpelpumpel-Abfahrten etwas Vorsicht und Geduld angesagt. Und weil man natürlich auch schon weiß, was noch kommt, nimmt man die Rampen bergauf noch nicht mit Vollschmackes. So konnte ich mit Olaf Flechtner von den Peiner MTB-Eulen am Hinterrad gemütlich die erste Runde drehen. In einer der bereits erwähnten Wurzelabfahrten hat er mit seinem vollgefederten Rad dann allerdings mal kurz die Bremsen auf gemacht, so dass ich, nach mehr Kontrolle über die eher vom Rad gewählte Fahrlinie lechzend, nur neidisch hinterher schauen konnte. Was danach kam war dann leider wenig erfreulich, denn ich konnte die Lücke, die sich durch diese technische Überlegenheit auftat, nicht einfach wieder zu fahren. Hmmm, da war ich in der ersten Runde wohl doch etwas über meinen Verhältnisse unterwegs gewesen und so musste ich die zweite Runde mehr oder weniger alleine unter die Räder nehmen.

Ja, die zweite Runde in Schierke: Was für ein Fest! Die Menschenansammlungen der ersten Runde haben sich aufgelöst, die Beinmuskulatur ist noch nicht völlig zerstört und der Kopf zeigt noch keine Unterzuckerungssymptome. Zusätzlich weiß man ja schon aus der ersten Runde, wie die Strecke beschaffen ist. Und diese Mischung ergibt dann ein wahres Trailfest. Herrlich, einfach wunderbar! So war dann zwar der Olaf entwischt, aber ich konnte dadurch ganz stressfrei das einmalige Harzgeläuf genießen. Bei derlei Gelegenheit bin ich dann jedesmal wieder überrascht darüber wieviel Misshandlung so ein Race-MTB hinzunehmen in der Lage ist. Im Vergleich zu echten Geländefahrrädern doch eher filigran aufgebaut, scheppert es eher unbeeindruckt von Durchschlägen von Reifen und Federung bei frontal genommenen Wackersteinen oder im Highspeed-Modus überflogenen Wurzelteppichen über und durch die Trails. Kurz zusammengefasst also: Die zweite Runde war ein Riesenspaß und wenn’s nach mir ginge würde ich in Schierke überhaupt nur noch zweite Runden fahren.

Es geht aber nich nach mir und deshalb kam dann nach der zweiten die dritte Runde. Bereits beim Verlassen des Ortes in den angrenzenden Wald munterte mich ein Streckenposten mit dem wohlmeinenden Kommentar „Gleich biste da, dann haste gewonnen!“ auf. Derart herausgefordert, was meine zu diesem Zeitpunkt des Rennens noch zur Verfügung stehende geistige Restkapazität anging, holperte ich dann in den ersten Trail. Und entweder lag es daran, dass ich durch die Verarbeitung des Gesagten abgelenkt war oder daran, dass die bereits genannten Unterzuckerungssymptome zu greifen begannen, jedenfalls war meine Linienwahl nicht mehr als ganz so souverän zu bezeichnen, wie dies der Olaf noch tat, als er das in der ersten Runde hinter mir fahrend bestens beurteilen konnte. Der Rumpelpumpel-Trail wurde dann jedenfalls genau das was ihm seinen Namen verschafft hat. Der Genuss von Runde zwei war dahin, … leider. Auch bei den Rampen stellt sich die Frage nach der Wahl des Bergaufmodus (Vollschmackes, oder doch eher gemäßigt?) nur noch hypothetisch. Zur Wahl stand hier nur noch „Hauptsache hoch, … irgendwie“. Und so kam ich dann irgendwann zum dritten Mal im Schierker Stadtpark an, um diesmal frei von jedwedem Endspurt-Stress (siehe Rennberichte der letzten Jahre) ins Ziel zu rollen. Erfreulicher Nebeneffekt: Eine Ankunft auch ohne Oberschenkelkrämpfe! Es gab also kein Mutti-Gewinsel von mir und so hat der Streckenposten doch recht behalten: Ich habe gewonnen! Zwar nicht das Rennen, aber den Kampf gegen den Krampf.

Fazit: Schierke aus dem Rennkalender zu streichen wird mir so schnell wohl nicht gelingen.

Ergebnisse:

Vokkar: 4. AK / 22. Gesamt (Heavy)
Dirk: 7. AK / 26. Gesamt (Medium)

Vokkar

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